Mannheim, 28. Dezember 2004

Liebe Freunde von CultiG7,

den Jahreswechsel 2004/2005 möchten wir zum Anlass nehmen, Sie über die veränderte Situation, die neuen Gegebenheiten, Pläne, Aktivitäten und Marktstrategien unserer Privatgalerie zu informieren.
Zuletzt hatten wir uns mit unserer Ausstellung Frühling 2004 unter dem Titel ‚Menschen, Tiere, Emotionen’ mit Arbeiten der beiden Schweizer Künstler Barbara Peyer und Marc Zumstein an Sie gewendet. Höhepunkt dieser Ausstellung war die Museumsnacht 2004 gewesen, in der wir unsere Künstler und ihre Werke unserem Museumsnachtschwärmerpublikum  in für Cultig7 ungewohnt ruhiger Art und Weise -unplugged, wie man heute sagt - präsentierten. Unvergesslich dabei auch Angela Oberthür und Marco Gröhninger, das Duo Amacord, die den Innenhof vor der Galerie in dieser Nacht mit ihren Tangos und Chancons zu Gitarren- und Akordeonklängen eindringlich beseelten.

... aus frühen Tagen

Danach wurde es still um CultiG7, was Sie hoffentlich als einigermaßen schmerzlich empfunden haben. Die wunderschönen Räumlichkeiten unserer „kleinen aber feinen“ Galerie mussten zwischenzeitlich leider aufgegeben werden. Die Gründe dafür waren letztendlich gesundheitlicher Art.
Die Liebe zur Kunst, die Begeisterung für das Kreative, die Freude an der Kommunikation waren im Jahre 2000 die Hauptantriebsfedern für den Beginn meiner Galeristentätigkeit gewesen. Doch zum Galerie Business gehört mehr als (nur) das. Insbesondere darf der ‚ökonomische Imperativ’ einer solchen Unternehmung nicht unterschätzt werden. Deshalb musste das CultiG7 Konzept überdacht werden.

Aber erfahren Sie nun, wie es mit CultiG7 im neuen Jahr 2005 weitergeht:
Ein erfreulicher Erfolg während unserer letzten aktiven Monate im vergangenen Frühling war die Veröffentlichung eines Artikels in der Kunstzeitschrift Art Profil von Helmut Orpel gewesen, der sich ganz unserer intensiven Arbeit mit jungen, georgischen Künstlern widmete. Ein Echo auf diesen Artikel war eine Einladung zur Internationalen Kunstmesse nach Osnabrück. Diese findet am 12. und 13. Februar 2005 statt. Sie finden uns am Stand 32 mit den neuesten Arbeiten unserer georgischen Freunde Ika, Macho, Levan und Tato. Es ist dies unsere nun schon 3. Ausstellung mit Kunst aus Georgien.
Karten können vorab über uns bestellt werden. Wir würden uns sehr freuen, Sie an unserem Stand in Osnabrück persönlich begrüßen zu können.
Sollte Ihnen der Weg nach Osnabrück zu beschwerlich sein, können Sie die Ausstellung auch am darauf folgenden Wochenende in unserer Mannheimer Wohnung in G7, 12 bewundern. Für Sonntag den 20. Februar 2005 laden wir Sie zu einer Vernissage in unsere privaten Räumlichkeiten in Mannheim ein. Wir beginnen wie stets um 11:00 Uhr und sind für Sie bis 16:00 Uhr da. Vielleicht bringen Sie ein wenig Fingerfood mit, für die Getränke sorgen wir. Es wird sicher noch enger als bislang üblich, aber das tut der Atmosphäre sicher keinen Abbruch. Nutzen Sie die Gelegenheit, die neuesten Werke unserer georgischen Freunde in Augenschein zu nehmen und sich mit den Künstlern persönlich auszutauschen. Genießen Sie unsere Gastfreundschaft und treffen Sie bekannte Gesichter des CultiG7-Vernissage- publikums nach längerer Pause wieder. Es gibt sicher viel zu erzählen.
Allerdings will ich nicht verhehlen, dass wir große Erwartungen an Sie stellen in Punkto Sponsoring für unsere Gäste aus Georgien. Georgien ist ein sehr armes Land, das sich in einem nur langsamen Umbruch zu mehr Demokratie und westlichem Lebensstandard befindet. Unsere Künstler müssen für ihre Verhältnisse beachtliche  Summen in ihre  Flugtickets investieren. Während der zwei Monate ihres Aufenthaltes in Deutschland sind sie natürlich Gäste in unserem Hause. Aber sie müssen auch wieder Reisen unternehmen und sich Kunstschätze europäischer Museen ansehen. Paris, Berlin und München sind sicher wieder ein Muss für ihren diesjährigen Aufenthalt.
Neben Ankäufen ihrer Kunstwerke sind also wieder alle Arten von Unterstützungen erbeten, wie z.B. Reisetickets, Museumskarten, Kunstführer, Einladungen, Unterkunftsmöglichkeiten, Hotelgutscheine etc.
Diese talentierten jungen Männer müssen unbedingt in Westeuropa reisen und Eindrücke sammeln, um ihren künstlerischen Stil weiterzuentwickeln. Sie werden staunen, wie unsere georgischen Söhne - so nennen  sie sich uns zu ehren gerne selbst - zwischenzeitlich ihre Stilrichtungen verfeinert haben. Die Eindrücke ihrer letzten Deutschlandreise waren daran sicher nicht ganz unbeteiligt.
Helfen Sie mit und Sie können eines Tages von sich behaupten, dass Sie an den internationalen Karrieren von Irakli Bugianishvili, Malkhaz Datashvili, Vakthang Akalkhatsishvili und Levan Mindiashvili als Förderer beteiligt waren. Die vier werden im nächsten Jahr auch eine Ausstellung in Italien haben. Es geht also mächtig voran. Bleiben Sie dran!

… auch an CultiG7. Denn auch mit uns geht es weiter voran.

Für die Museumsnacht 2005 laden wir Sie am 16. April in den Mannheimer Wasserturm ein. In enger Zusammenarbeit mit dem Kulturnetz Mannheim werden wir mit freundlicher Unterstützung der MVV Energie für die Museumsnacht eine Reihe von Künstlern verschiedener Generationen zu einem kreativen Dialog unter dem Titel „Wasser, Strom, Leben“ zusammenführen. Freuen Sie sich auch auf dieses Ereignis und die Kunstwerke, die wir Ihnen zu diesem Event präsentieren werden.
Dazu gibt es wie gewohnt Live Acts und ansprechende Gastronomie.

Dann wollen wir Ihnen im neuen Jahr unbedingt noch Richard Neckenauer in einer Einzelausstellung mit dem Titel " ... still hungry" präsentieren. Das war eigentlich schon für den Herbst 2004 geplant gewesen, musste aber aus erwähnten Gründen entfallen. Bislang können Sie sich einige Werke von ihm auf unserer Internetseite ansehen. Für die Ausstellung suchen wir noch nach passenden Räumlichkeiten. Wenn Sie einen Tipp haben, geben Sie uns bitte Bescheid.


Soweit der Ausblick auf CultiG7 im Jahre 2005. Mehr als zwei Seiten Text möchte ich Ihnen nicht zumuten.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien alles Gute im neuen Jahr und freuen uns auch im neuen Jahr ganz arg auf Sie.

Ihre

Rainer und Ute Uhle